6. NRW-MOBILITÄTSFORUM

Die Mobilität der Zukunft entsteht dort, wo Menschen bereit sind, bekannte Wege zu verlassen und neue Technologien, Perspektiven und Ideen zuzulassen. Genau diesen Innovationsgeist bündelte das 6. NRW-Mobilitätsforum am 29. April 2026 auf dem Eventkatamaran MS RheinMagie in Köln. Über 300 Teilnehmende tauschten sich unter dem Motto „Mobilität in Bewegung: umdenken, umbauen, umsteigen“ aus und erhielten wertvolle Impulse. Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag des Spiegel-Kolumnisten Sascha Lobo, der zeigte, wie neue Denkweisen und Innovationen die Mobilität in NRW voranbringen können.

Bereits zum sechsten Mal luden go.Rheinland, der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Akteure aus der Mobilitätsbranche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zum NRW-Mobilitätsforum ein. Zum Auftakt der Veranstaltung hielt Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, einen Impulsvortrag. Er zeichnete ein klares Bild des tiefgreifenden Wandels, den die Mobilität in NRW derzeit durchläuft: Prozesse werden neu gedacht, Strukturen hinterfragt und Verkehrswege anders geplant als bisher.

Im Anschluss diskutierte Krischer gemeinsam mit den Hausspitzen der drei Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in NRW – Michael Vogel, Geschäftsführer go.Rheinland, Christiane Auffermann, Geschäftsführerin NWL, und Oliver Wittke, Vorstandssprecher VRR – sowie mit Prof. Hilmar von Lojewski, Beigeordneter des Deutschen Städtetags, über notwendige Reformen, Zuständigkeiten und zukünftige Entwicklungen im SPNV.

Mit Melanie Schliebener, Leiterin der Schlichtungsstelle Nahverkehr bei der Verbraucherzentrale NRW e.V., sprachen Vogel, Auffermann und Wittke in einer Talkrunde über die zentralen Herausforderungen für NRW – von Finanzierungs- bis hin zu Tariffragen – und ordneten mögliche Weichenstellungen für die kommenden Jahre ein.

Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Spiegel-Kolumnist und Autor Sascha Lobo. Unter dem Titel „Neues Denken, neue Technologien: Wie Innovationen die Mobilität verbessern können“ betonte er, dass Transformation im Kopf beginnt. Lobo zeigte auf, dass ökologische, technologische und gesellschaftliche Veränderungen nur gelingen können, wenn bestehende Denkmuster aufgebrochen und neue Perspektiven zugelassen werden. Forschung, Digitalisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit seien entscheidend, um Innovationen nachhaltig voranzubringen. „Wir brauchen eine echte Kultur des Ausprobierens. Innovationen entstehen nicht aus Perfektion, sondern aus dem Mut, Dinge zu testen, Fehler zuzulassen und daraus zu lernen – sich im besten Sinne voranzuscheitern“, so Lobo in seinem Vortrag.

Wie Transformation konkret gelingen kann, wenn Systeme in Bewegung geraten, diskutierte Lobo zum Abschluss seines Vortrags mit Mathias Mester, ehemaliger Para-Leichtathlet, und Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender DB Regio AG. Das lebendige Gespräch machte deutlich, wie vielfältig die Wege durch den Wandel sein können und wie sehr Perspektiven aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation voneinander profitieren.

In einer Videobotschaft skizzierte Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, die Perspektiven der Bundespolitik.

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